Fachtag zum Thema "Jugendhilfe" am 31.01.2020


Veränderungsprozesse in der Jugendhilfe am Beispiel von Erfahrungen mit

Jugendämtern im Bereich Begleiteter Umgang

 Als im Jahr 1998 im Rahmen der Reform des Kindsschaftsrechts auch eine neue Hilfeform, der Begleitete Umgang, geschaffen wurde, betraten fast alle Beteiligten Neuland. Dadurch entstanden Freiräume und fruchtbare Zusammenarbeitsformen. Im Verlauf der beiden folgenden Jahrzehnte wurde in Hamburg zwar weiter an einer Zusammenarbeit, insbesondere mit den Familiengerichten gearbeitet, innerhalb der verfassten Jugendhilfe wurde das Angebot jedoch durch Pauschalisierung und jahrelang unklare Richtlinien in seinen Entwicklungsmöglichkeiten stark eingeschränkt.

Der systemische Familientherapeut Reimer Dohrn, den wir für diesen Fachtag gewinnen konnten, führte 20 Jahre lang eine Praxis, die u.a. Begleiteten Umgang in an den Bedürfnissen der Kinder und Eltern orientierten Formen anbot. Neben vielen positiven Erfahrungen mit den getrennten Familien und den Hilfesystemen wurden zunehmend auch dysfunktionale Haltungen und Handlungen insbesondere in den Jugendämtern sichtbar, welche die Arbeit mit den Familien erschwerten. Anhand konkreter Fallbeispiele, vorgetragen aus einem im Jahr 2020 erscheinenden Buch des Referenten, sollen Erklärungs- und vielleicht auch Lösungsansätze vorgeschlagen und gemeinsam diskutiert werden. Die als Beispiel vorgestellte spezielle Hilfeform und der Umgang mit ihr soll so eine gemeinsame Konstruktion der Veränderungsprozesse in der Jugendhilfe anregen.

Als ein Ziel dieses Fachtages haben wir uns, ausgehend von den Diskussionen und von dem kooperativen Konstruktionsprozess, gesetzt, ein Statement in Form einer Positionsbestimmung zum Thema „systemische Perspektiven für die sich weiterentwickelnde Jugendhilfe“ zu formulieren, das wir dann veröffentlichen werden.

Ort:
PPSB-Hamburg, Max-Brauer-Allee 100, 22765 Hamburg
Termin:
31.01.2020
Uhrzeit:
15.00 bis 19.00 Uhr
Kosten:
40 Euro

Anmeldung:

Anmeldeschluss ist der 15.01.2020.

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