Historie III

Historie III (2019 – 2023)

FACHTAG ZUM THEMA KINDESWOHLGEFÄHRDUNG AM 28.11.2019

Das PPSB-Hamburg führt die Fortbildung "Systemisch orientierte Fachkraft Kindeswohlgefährdung" durch.
Um den aktuellen und ehemaligen Teilnehmer_innen aber auch anderen interessierten Kolleg_innen die Möglichkeit zu geben sich weiter zu entwickeln, zu vernetzen und an der aktuellen Diskussion teilzuhaben, bieten wir Fachtage zu aktuellen Themen mit interessanten Referent_innen an.

Im Fokus: Jungen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind

An unserem diesjährigen Fachtag wollen wir wieder ein Thema vertiefend in den Blick nehmen. Der Umgang mit sexualisierter Gewalt ist an sich schon ein herausforderndes Thema für Fachleute. Häufig wird es tabuisiert und es findet in einem System der Geheimhaltung statt. Eine Konfrontation mit sexualisierter Gewalt kann bei Fachleuten starke Emotionen hervorrufen, die einer klaren und strukturierten Bearbeitung im Wege stehen können. Dass auch Jungen von sexualisierter Gewalt betroffen sein können, wird nach wie vor häufig übersehen und es ist uns deshalb wichtig, diesem Thema einen Platz zu geben, um auch hier zu sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten zu erkunden.

Als Referenten konnten wir Clemens Fobian gewinnen. Er ist traumazentrierter Fachberater (DeGPT), Traumapädagoge (BAG-TP) und Systemischer Therapeut (PPSB).  Er arbeitet als Dozent an verschiedenen Hochschulen und ist Berater bei basispraevent (www.basis-praevent.de) in der Beratungsstelle für Jungs, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind.

„Viele Jungen*, die zu uns in die Beratung kommen, wissen oft gar nicht genau, wie sie das nennen sollen, was sie erlebt haben.“

FACHTAG ZUM THEMA "Gesundheitscoaching" AM 28.01.2019


Gesundheit - ein lebenslanger Prozess

Gesundheit – ein Begriff, den wir aus systemischer Sicht nicht als Momentaufnahme, sondern als lebenslangen Prozess mit Höhen und Tiefen verstehen und der einer ständigen Pflege, Bearbeitung und Entwicklung bedarf. Wir sehen Gesundheit im Kontext von Gesellschaft, ihren Zuständen und Veränderungen. Diese korrespondieren miteinander und zeigen dialektische Wirksamkeiten, die sich sowohl hilfreich als auch blockierend bis schädigend zeigen können.

Wie kommt es, dass die Zahl derer Menschen, die beispielsweise unter Burn Out Symptomen oder anderen psychischen und psychosomatischen Gesundheitsbelastungen leiden, stetig steigt? In welchem Verhältnis steht der individuelle Gesundheitszustand zum Gesundheitszustand der Gesellschaft? Welche Rückschlüsse könnten wir von globalen Entwicklungen, die man durchaus als „ver-rückte“ Zustände beschreiben kann, auf die Verhaltensweisen von Einzelnen im Versuch, mit dieser Welt umzugehen, sich in ihr zu positionieren, um zu überleben, ziehen?

Diesen und anderen Fragen wollen wir uns auf dem nächsten Fachtag des PPSB-Hamburg zum Thema Gesundheitscoaching widmen. Wir wollen unsere Beobachtungen vor dem systemischen Hintergrund beleuchten, Impulse und Perspektiven anbieten und systemische Lösungskonstruktionen vorstellen. Ergänzt werden die theoretischen Impulse von Methoden, in denen sich die Teilnehmer_innen mit verschiedenen Aspekten von Gesundheit auseinandersetzen, selbst erfahren und für das eigene praktische Handeln bereichern können.

Im Rahmen des Fachtages werden wir unterschiedliche Schwerpunkte setzen, die auch der neu entwickelten Fortbildung des PPSB-Hamburg „systemisches Gesundheitscoaching und Therapie (SG)“ zu Grunde liegen. Ziel soll es sein, die Bedeutung und den Zusammenhang der drei unterschiedlichen Aspekte im Bereich des Gesundheitscoachings zu veranschaulichen und gleichzeitig die PPSB-Haltung in Theorie und Praxis kennenzulernen:

  • Schwerpunkt Systemisches Gesundheitscoaching
  • Schwerpunkt Stress und Stressbewältigungskompetenzen
  • Schwerpunkt Psychotraumatologie

Fachtag: Veränderungsprozesse in der Jugendhilfe am Beispiel von erfahrungen mit Jugendämtern im Bereich Begleiteter Umgang Am 30.01.2020

 Als im Jahr 1998 im Rahmen der Reform des Kindsschaftsrechts auch eine neue Hilfeform, der Begleitete Umgang, geschaffen wurde, betraten fast alle Beteiligten Neuland. Dadurch entstanden Freiräume und fruchtbare Zusammenarbeitsformen. Im Verlauf der beiden folgenden Jahrzehnte wurde in Hamburg zwar weiter an einer Zusammenarbeit, insbesondere mit den Familiengerichten gearbeitet, innerhalb der verfassten Jugendhilfe wurde das Angebot jedoch durch Pauschalisierung und jahrelang unklare Richtlinien in seinen Entwicklungsmöglichkeiten stark eingeschränkt.

Der systemische Familientherapeut Reimer Dohrn, den wir für diesen Fachtag gewinnen konnten, führte 20 Jahre lang eine Praxis, die u.a. Begleiteten Umgang in an den Bedürfnissen der Kinder und Eltern orientierten Formen anbot. Neben vielen positiven Erfahrungen mit den getrennten Familien und den Hilfesystemen wurden zunehmend auch dysfunktionale Haltungen und Handlungen insbesondere in den Jugendämtern sichtbar, welche die Arbeit mit den Familien erschwerten. Anhand konkreter Fallbeispiele, vorgetragen aus einem im Jahr 2020 erscheinenden Buch des Referenten, sollen Erklärungs- und vielleicht auch Lösungsansätze vorgeschlagen und gemeinsam diskutiert werden. Die als Beispiel vorgestellte spezielle Hilfeform und der Umgang mit ihr soll so eine gemeinsame Konstruktion der Veränderungsprozesse in der Jugendhilfe anregen.

Als ein Ziel dieses Fachtages haben wir uns, ausgehend von den Diskussionen und von dem kooperativen Konstruktionsprozess, gesetzt, ein Statement in Form einer Positionsbestimmung zum Thema „systemische Perspektiven für die sich weiterentwickelnde Jugendhilfe“ zu formulieren, das wir dann veröffentlichen werden.

Fachtag zum Thema Kindeswohlgefährdung am 13.10.2020

Das PPSB-Hamburg führt die Fortbildungen "Systemisch orientierte Fachkraft Kindeswohlgefährdung"  und "Systemisch-pädagogische Kindeswohlgefährdung" durch.
Um den aktuellen und ehemaligen Teilnehmer_innen aber auch anderen interessierten Kolleg_innen die Möglichkeit zu geben sich weiter zu entwickeln, zu vernetzen und an der aktuellen Diskussion teilzuhaben, bieten wir Fachtage zu aktuellen Themen mit interessanten Referent_innen an.

Im Fokus: Corona und die Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche

Die Auswirkungen der Maßnahmen zur Abwendung der Coronakrise auf Kinder und Jugendliche sind mittlerweile glücklicherweise auch endlich ein Thema in der Gesellschaft geworden. Das UKE hat dazu eine erste Studie, die COPSY-Studie, vorgestellt. Auch an anderen Stellen mehren sich die Aussagen zu den gravierenden Folgen von Schul- und Kitaschließung, fehlenden Ansprechpartner_innen, fehlenden stabilisierenden Angeboten und zusätzlich be- oder sogar überlasteten Erziehungsverantwortlichen auf Kinder und Jugendliche. Gerade für Kinder und Jugendliche, deren Wohl gefährdet ist, entstanden zusätzliche Gefährdungslagen.

Wir vermuten, dass uns Corona in diesem Winter noch beschäftigen wird. Wir fragen und: Was bedeutet das für die Jugendhilfeangebote, was bedeutet das für Kitas und Schulen? Wie kann eine verantwortliche Arbeit in Kinderschutzfällen gewährleistet werden?

Wir werden am Fachtag – Kindeswohlgefährdung in diesem Jahr die Frage stellen: Was können Fachleute aus der ersten Corona-Krise lernen?

  • Gab es etwas, das in den ersten Corona - Monaten gut geklappt hat? Wie kann das bewahrt bleiben?
  • Was sollte in Zukunft vermieden werden?
  • Was kann jetzt verändert / entwickelt werden, um auf ein ähnliches Ereignis besser vorbereitet zu sein?
  • Wie geht es weiter, wenn das Wetter schlechter wird?

Wir freuen uns auf einen angeregten Austausch.

Das wir entsprechend der aktuellen Regelungen nur mit einer begrenzten Anzahl von Teilnehmer_innen in unserern Räumen zusammenkommen dürfen gibt es eine max. Teilnehmer_innenanzahl von 12. Auch muss der übliche Imbiss ausfallen, da es uns noch immer nicht möglich erscheint ein Buffett anzubieten. Statt vier Stunden treffen wir uns zwei Stunden.