Workshops 360°

Workshop 360°

In diesen Workshops geht es zum einen darum das methodische Repertoire für die eigene Arbeit zu erweitern und zum anderen um eine Reflexion der eigenen Person.
Jeder Mensch ist permanent in Veränderung. Immer wieder gilt es, sich den verändernden Herausforderungen des Lebens zu stellen und dabei einen passenden Weg zu finden. 
Für das berufliche Handeln spielt in der Arbeit mit Menschen  das eigene Wertesystem und die individuellen Überzeugungen immer eine Rolle. Eine Reflexion der eigenen Haltung ist wichtig, um sich zu positionieren und sensibel mit den eigenen Reaktionen umzugehen. Gleichzeitig ist es wichtig den eigenen Methodenkoffer zu erweitern und zu überprüfen.

Wir bieten  zu verschiedenen Themenschwerpunkten Vertiefungsworkshops an.

Die Vertiefungssworkshops werden von systemischen Lehrenden durchgeführt und können bei systemischen Langzeitfortbildungen (z.B. Systemische Beratung und Therapie) anerkannt werden. Wenn Sie nicht Teilnehmer:in einer Fortbildung des PPSB-Hamburg sind, sprechen Sie dies bitte vorher mit Ihrem Institut individuell ab. 

In Krisenzeiten – wie z.B. durch die aktuelle Corona Pandemie – sind Beziehungen erhöhten Belastungen ausgesetzt. Die Vereinbarkeiten von Beruf, Familie, Beziehung und Freizeit sind in Frage gestellt. Gleichberechtigung nimmt ab, alte Rollenmuster werden wieder bedient und die Unzufriedenheit hält Einzug in die Beziehung.

Konflikte, Stress und gesundheitliche Beeinträchtigungen sind die Folgen. Die Beziehung und das in Beziehung sein verschwindet im Angesicht der Anforderungen. Untersuchungen haben ergeben, dass Paare durchschnittlich vier Minuten am Tag miteinander sprechen – die Qualität dieser Gespräche mögen wir uns nicht vorstellen.

Die Gesellschaft, die Arbeitswelt und vermeintlich digitale Errungenschaften stellen immer höhere Leistungsanforderungen und lassen die Menschen mit den Folgen allein. Die Auswirkungen auf Beziehungen und Gesundheit sind dann Privatsache. 

Was hilft uns aus diesem Dilemma heraus? Damit wollen wir uns als systemische Gesundheitscoaches, Therapeut:innen und Berater:innen an diesen vier Tagen beschäftigen.

Neben theoretischen Inputs wird es viel Zeit für Selbsterfahrung, Reflexion und Methodenvorstellung geben.

Der Workshop „SPBC“ – systemisches Paar- und Beziehungscoaching ist offen für alle Interessierte. Die Workshops werden von systemischen Lehrenden durchgeführt und können bei systemischen Langzeitfortbildungen (z.B. Systemische Beratung und Therapie) als Selbsterfahrung anerkannt werden. Wenn Sie nicht Teilnehmer:in einer Fortbildung des PPSB-Hamburg sind, sprechen Sie dies bitte vorher mit Ihrem Institut individuell ab.

 Anmeldeschluss ist der: 01.08.2022. 

Termin:

23.08. - 26.08.2022

Zeit:

jeweils 9.00 bis 16.30 Uhr

Ort:

PPSB-Hamburg

Preis:

580,00 €; Fortbildungsteilnehmer_innen des PPSB: 420,00 €

Referentin:

Brigitte Ott und Tim Käsgen

Abschluss:

Teilnahmebescheinigung
Der Workshop wird als Selbsterfahrung für die Fortbildungen "Systemische Beratung" und "Systemische Therapie" anerkannt (40 UE).

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich mit dem Anmeldeformular per Email, Fax oder Post an.

Alle Für alle Menschen, die in ihren Arbeitszusammenhängen mit Menschen arbeiten, ist es aus unserer Sicht hilfreich, sich mit eigenen Leitsätzen und Strategien auseinanderzusetzen. Wir möchten einen konstruktiven Rahmen dafür bieten.

Gefühle und innere Leitsätze

Gefühle sind höchst individuelle Gebilde, die durch die persönliche Lebensgeschichte geprägt sind. Unser Umgang mit bestimmten Gefühlszuständen ist durch spezifische (Lern-)Erfahrungen gefärbt und läuft nach individuellen Mustern ab. Jeder Mensch blickt auf eine ganz eigene „Gefühlsbiografie“ oder „Gefühlsgeschichte“ zurück. In dieser spiegeln sich die Begegnungen wider, die ein Mensch im Laufe eines Lebens mit Gefühlen hat und die inneren Leitsätze und spezifischen Reaktionsmuster, die sich aus diesen Begegnungen entwickeln. Wird ein Kind beispielsweise in eine Familie geboren, in der es ein hohes Gut ist, seine Gefühle deutlich zu zeigen, so wird ein als Angst beschriebener Affekt möglicherweise positiv konnotiert und das Sichtbar werden dieses Gefühls gelobt. Daraus könnte sich dann ein innerer Leitsatz entwickeln wie „Wenn ich meine Angst zeige, werde ich gesehen und mir wird geholfen.“. An diesen schließt sich dann ein in Begegnungen mit anderen offensiver Umgang mit dem Gefühl Angst an. Dies ist natürlich auch andersherum denkbar. Wird einem Kind (oder einem Erwachsenen) suggeriert, dass Angst ein Gefühl ist, dass man besser nicht zeigt und wird das Zeigen dieses Affektes negativ bewertet (oder ist gar gefährlich), könnte ein innerer Leitsatz entstehen wie „Männer weinen nicht“ und im Kontakt mit anderen wird Angst nicht sichtbar gemacht. Diese beiden hier vereinfacht beschriebenen „Gefühlsgeschichten“ sind das Ergebnis von Reaktionen eines Menschen auf die unmittelbaren Umstände, in denen seine Gefühle aktiv werden und sie helfen ihm, mit der Komplexität der Welt umzugehen und sein Überleben in dieser zu sichern.

Wird ein solches „Gefühlschema“ jedoch als problematisch und blockierend erlebt, ist es wichtig, die „Gefühlsempfindung“ in Verbindung mit der individuellen „Gefühlsgeschichte“, den mit dieser verbundenen inneren Leitsätzen und Reaktionsmustern genauer zu betrachten. So wird eine Unterbrechung dieser Muster und ein neues Kapitel im Buch „Mein Umgang mit meinen Gefühlen“ ermöglicht.

In unserem zweitägigen Workshop bieten wir den Teilnehmer:innen die Möglichkeit, ihren Gefühlen neu zu begegnen, mit sich und mit anderen einen Dialog zu eröffnen, um ihre individuelle Gefühlsnarration, ihre ganz persönlichen „Gefühlsleitsätze“ zu reflektieren und ihre Möglichkeiten im Umgang mit als unangenehm erlebten emotionalen Reaktionsmustern zu erweitern.

Tag 1: Schwerpunktthema „Meine Gefühle“
Mit Hilfe unterschiedlicher Methoden begegnen die Teilnehmer:innen entweder einem aktuell im Mittelpunkt stehenden Gefühl oder aber einem wiederkehrenden emotionalen Reaktionsmuster.

Tag 2: Schwerpunktthema „Innere Gefühlsleitsätze“
Die individuellen Leitsätze der Teilnehmer:innen sollen besonders in den Blick genommen werden: Welche Leitsätze erkenne ich für mich? Wofür sind diese hilfreich? Wo eher hinderlich? Welche neuen Leitsätze möchte ich eventuell entwickeln? Und was brauche ich dafür?

Termin:

18.11. und 19.11.2022

Zeit:

jeweils 9.00 bis 16.30 Uhr

Ort:

PPSB-Hamburg

Preis:

290,00 €; Fortbildungsteilnehmer_innen des PPSB: 210,00 €

Referentin:

Brigitte Ott

Abschluss:

Teilnahmebescheinigung
Der Workshop wird als Selbsterfahrung für die Fortbildungen "Systemische Beratung" und "Systemische Therapie" anerkannt (20 UE).

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich mit dem Anmeldeformular per Email, Fax oder Post an.

Häufig verbergen sich in Familiengeschichten Handlungs- und Denkmuster, die uns in basaler Weise begleiten, stützen oder behindern. Die konstruktive Arbeit mit diesen kann neue Energien und ungeahnte Möglichkeiten freisetzen. Gleichzeitig haben wir auch Vorstellungen von dem, was uns fehlt und was uns unterstützen könnte im Leben. In dem Workshop werden wir diesen Spuren nachgehen und die Teilnehmenden können für sich passende Strategien entwickeln.

Die Familienskizze ist ein fester Bestandteil unserer berufsbegleitenden Fortbildungen. In diesem Workshop werden wir Spielarten der Familienskizzenarbeit in den Mittelpunkt stellen. 

Termin:

22.01. und 23.01.2022

Zeit:

jeweils von 10.00 bis 17.30 Uhr

Ort:

PPSB-Hamburg

Preis:

290,00 €; Fortbildungsteilnehmer_innen des PPSB: 210,00 €

Referentin:

Heike Schader

Abschluss:

Teilnahmebescheinigung
Der Workshop wird als Selbsterfahrung für die Fortbildungen "Systemische Beratung" und "Systemische Therapie" anerkannt (20 UE).

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich mit dem Anmeldeformular per Email, Fax oder Post an.

Die Arbeit in und mit Gruppen begegnet uns in den vielfältigsten Bereichen unseres (Berufs-) Alltags. Auf der Grundlage der systemischen Idee bietet der Workshop mit neugierigem Blick und wertschätzendem Interesse unterschiedliche Perspektiven der systemischen Gruppenarbeit und eine bunte Mischung methodischer tools für die Arbeit in und mit Gruppen an. Zudem besteht die Möglichkeit, sich als Gruppenleitung in seiner Rolle zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Dieser Workshop enthält eine Reihe systemischer Methoden, die trainiert werden können und hilfreich sind für hochkomplexe und dynamische Gruppensituationen. Durch die Rahmung mit kurzen Theorieimpulsen erhöht der Workshop die Kompetenzen der Teilnehmer:innen hinsichtlich eines zielgerichteten Arbeitens in Gruppen. Zudem reflektieren die Teilnehmer:innen sich in  ihrer eigenen Rolle als Gruppenleitung, entdecken ihre eigenen Kompetenzen und Entwicklungspotentiale.

Die Teilnehmer:innen werden befähigt, Perspektiven zu wechseln, Probleme zu erkunden, gemeinsame Lösungen zu entwickeln und ihre eigenen Ressourcen und Potentiale zu entdecken.

Angesprochen werden Kolleg:innen, die mit Menschen in Gruppenkontexten zu spezifischen Themen zusammenarbeiten wie z.B. soziale Gruppenarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe oder Eingliederungshilfe, therapeutische Gruppen und Gruppen in der Gesundheitsfürsorge.

Termin:

02.11. und 03.11.2022

Zeit:

jeweils von 9:00 bis 16:30 Uhr

Ort:

PPSB-Hamburg

Preis:

290,00 €; Fortbildungsteilnehmer_innen des PPSB: 210,00 €

Referent:

Tim Käsgen

Abschluss:

Teilnahmebescheinigung
Der Workshop wird als Selbsterfahrung für die Fortbildungen "Systemische Beratung" und "Systemische Therapie" anerkannt (20 UE).

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich mit dem Anmeldeformular per Email, Fax oder Post an.

Ein Seminar für Menschen, die nach neuen beruflichen Wegen suchen.

Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel - und wir tun das auch! Im PPSB findet dieser Wandel in einem neuen 360° Workshop Raum und Zeit. Mit Beginn der Corona-Pandemie haben sich viele von uns mit neuen Formen des Arbeitens und Lebens auseinandersetzen müssen. Neue Möglichkeiten und neue Unmöglichkeiten wurden sichtbar. Im Juni 2021 haben sich die Teilnehmer:innen des Workshops ”Neue berufliche Perspektiven durch Biograpfiearbeit”ganz intensiv mit Fragen zur persönlichen Arbeitssituation und den Perspektiven für das Arbeiten in der nahen Zukunft beschäftigt. Der Systemischen Haltung folgend, spielten dabei Fragen nach dem biographischen Hintergrund und die Suche nach individuellen Ressourcen eine zentrale Rolle: Welche Idee von Arbeit habe ich in meiner Kindheit kennengelernt? Wenn ich eine Arbeit mache, die rundum meinen Fähigkeiten und Stärken entspricht, wie sieht diese aus?

Wir sind uns sicher, dass dieser Austausch auch in der Zukunft wertvoll und zielführend ist und bieten daher den Workshop ”Neue berufliche Perspektiven durch Biograpfiearbeit” auch im kommenden Jahr 2022 an. Wir freuen uns auf angeregten Austausch, gemeinsames Lernen und kreatives Gestalten neuer beruflicher Perspektiven. 

Wenn eines im Leben beständig ist, dann ist das die Veränderung. Die macht auch vor unserem Arbeitsleben nicht halt. Manchmal sind es die Rahmenbedingungen die nicht mehr passen, manchmal haben sich eigene Vorstellungen und Ziele verändert. Der Frage, wie es beruflich weitergehen soll, kann man auf unterschiedlichen Weisen nachgehen.

In diesem Workshop wollen wir nach der eigenen Motivation und den persönlichen Zielen fragen und durch die biographische Methode des Großelterninterviews herausfinden, welche Ressourcen und Ideen aus der Familie genutzt werden können, um diese Veränderung zu gestalten.

Der Workshop ist offen für alle Interessierte.

Dieser zweitägige Workshop ist offen für alle Interessierte und können bei systemischen Langzeitfortbildungen des PPSB-Hamburg (z.B. Systemische Beratung und Therapie) als Selbsterfahrung anerkannt werden.

Termin:

06.05 2022 von 13.00 bis 19.00 Uhr

07.05.2022 von 9.00 bis 17.00 Uhr

Zeit:

Ort:

PPSB-Hamburg

Preis:

290,00 €; Fortbildungsteilnehmer_innen des PPSB 210,00 €

Referentin:

Lea Spitzenberg

Abschluss:

Teilnahmebescheinigung
Der Workshop wird als Selbsterfahrung für die Fortbildungen "Systemische Beratung" und "Systemische Therapie" anerkannt (20 UE).

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich mit dem Anmeldeformular per Email, Fax oder Post an.

Zum Thema Diskriminierung

 

In diesem Workshop werden die Teilnehmer:innen sich mit eigenen Diskriminierungserfahrungen und mit dem eigenen Diskriminierungsverhalten auseinanderzusetzen.

In unserer Gesellschaft, wie in vermutlich jeder Gesellschaft, ist Diskriminierung Teil des Alltags. Wir gehen davon aus, dass jede:r in der eigenen Geschichte Vorurteile und Abwertungssetzungen gelernt hat. Gegen diese, häufig fest verinnerlichten Annahmen, vorzugehen, erfordert Aufmerksamkeit und die Bereitschaft zur Selbstreflexion.

Mit dem systemischen Ansatz betrachtet, haben wir die Idee, dass im ersten Moment der Begegnung bereits weitreichende Entscheidungen getroffen werden zur Bewertung des Gegenübers. Dieser erste Eindruck ist häufig sehr stabil und bestimmt unser Handeln. 

Diese Entscheidungen sind, wie alle Entscheidungen, veränderbar. Jedoch benötigt die Veränderung einen neuen Anlass, ein verändertes/ neues / bis dahin nicht gekanntes Feedback. Ohne Anlass bleiben die Entscheidungen unreflektiert und die enthaltene Diskriminierung bleibt bestehen.

Veränderung entsteht durch Kommunikation und umso wichtiger ist es, sich auszutauschen über Bewertungs- und Diskriminierungsmuster und damit Anlässe zur Reflexion zu schaffen.

Gerade für Fachmenschen – wie z.B. Berater:innen, Therapeut:innen in der Arbeit mit Menschen ist es notwendig sich mit Diskriminierungsmechanismen auseinandersetzen, um ihnen bei sich und bei anderen entgegen wirken zu können.

Ziel des Workshops ist es, das die Teilnehmer:innen Impulse für den eigenen beruflichen Alltag mitnehmen können.

Termin:

09.04. und 10.04.2022

Zeit:

von 10:00 bis 17:30 Uhr

Ort:

PPSB-Hamburg

Preis:

290,00 €; Fortbildungsteilnehmer_innen des PPSB: 210,00 €

Referent:in:

Heike Schader

Abschluss:

Teilnahmebescheinigung
Der Workshop wird als Selbsterfahrung für die Fortbildungen "Systemische Beratung" und "Systemische Therapie" anerkannt (20 UE).

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich mit dem Anmeldeformular per Email, Fax oder Post an.